Über Uns

‘Bitter Süß’… was das ist?

Delicious chocolate, cakes, coffee and great people!

Ein Schoko-Laden, ein Café und ein Gemeinschaftsraum, all dies und mehr… ‘Bitter Süß’ ist im Grunde genommen der Versuch unsere Liebe für Schokolade in etwas größeres umzuwandeln. ‘Bitter Süß’ wurde im Mai 2012 eröffnet. Wir haben diesen Namen im Wesentlichen aus zwei Gründen gewählt. Zum einen lieben wir hochwertige, dunkle Schokoladen und diese schmecken nun einmal ‘bitter’ und ‘süß’. Der andere Grund hat mit unserem Anliegen zu tun, nicht bloß irgendein Schoko-Laden oder Café zu sein, sondern auch einen sozialen Zweck zu erfüllen. ‘Bitter Süß’ hat das Anliegen unsere Kund- und Nachbarschaft in einen Dialog über die bitter-süßen Fakten wie Produktion, Preise und Qualität von Schokolade einzubinden und dadurch ein bewussteres Kaufverhalten zu fördern. Was euch erwartet, wenn ihr in unser Schoko-Café kommt, kann am Besten als eine Fusion zwischen Schokolade, Kultur und Gemeinschaft beschrieben werden. Ein Schoko-Café und ein Raum, wo sich Gemeinschaft entwickeln kann.

Unten seht ihr Fotos vom Laden, wie er zur Zeit aussieht. Wird sich aber bald ändern!

Etwas über mich, Saniye!

Habt ihr jemals Leute getroffen, die keine Schokolade mögen. Tatsächlich fallen mir da welche ein, aber die meisten Leute, die ich kenne, mögen Schokolade, und ich liebe Schokolade einfach! Hätte ich die Möglichkeiten, meine eigenen Bohnen anzubauen und meine eigene Schokolade zu produzieren, so würde ich das sofort machen!

Was ihr über mich wissen solltet, ist dass ich in einem kleinen Dorf in der Nähe von Varto, in der kurdischen Region der Türkei geboren wurde. Meine Eltern waren beide Kleinbauern, bevor sie als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland gekommen sind. Ich wurde 1975 nach Berlin geholt, nur ein Jahr nach meiner Geburt und hier habe ich bis zu meinem 25sten Lebensjahr gelebt. Dann entschloss ich mich, Englisch zu lernen und fuhr nach Schottland, nur um herauszufinden, dass die Schotten alles andere als Englisch sprechen. Zehn Jahre habe ich in der wunderschönen Stadt Edinburgh gelebt, studiert und im Bereich ‘Community Education’ gearbeitet. Sobald ich anfing, mir einen schottischen Akzent anzueignen und zu viele Schimpfwörter zu benutzten, habe ich beschlossen, dass es Zeit ist, Schottland zu verlassen. Als mir ein Angebot unterbreitet wurde, in Chile Englisch zu unterrichten, nahm ich es an.

Die Inspiration einen Schoko-Laden zu eröffnen, entsprang einem speziellen Moment nachdem ich Chile verlassen hatte und in Peru herumgereist bin. Ich habe an einer Jungle Tour teilgenommen, die in der Nähe von Cusco begann. Wir waren schon drei Tage unterwegs, wanderten durch wunderschöne Landschaften, von 5000 Meter über dem Meeresspiegel runter zu ungefähr 2000 Meter und wieder hoch. Zu diesem Zeitpunkt war ich müde und erschöpft, aber in unheimlich guter geistigen Verfassung. Ich genoss die schönen Aussichten, neuen Gerüche und die interessanten Personen, die wir unterwegs kennengelernten. Wir war von vielen Mango- und Avocadobäumen umgeben, als wir weiter hinten auf einen kleinen, mir unbekannten Baum trafen. Dieser Baum trug relativ große Früchte. Es stellte sich heraus, dass es ein Kakaobaum war! All die Jahre habe ich Schokolade gegessen und niemals gewusst, wie ein ‘Schokoladenbaum’ aussieht und da stand er nun vor mir, mir Bitteschön sagend für meine begeisternde Anerkennung des Zaubers, den er uns fühlen lässt. Für eine lange Zeit, nachdem ich diesem Baum begegnet war, habe ich den Drang gespürt, jeden, den ich kannte, von diesem kleinen bescheidenen Baum in Mitten des Waldes zu erzählen. Natürlich war dieses Gefühl schon bald von anderen Dingen, die passierten, überschattet und als ich nach Berlin zurückkam, gab es andere wichtige Belange, um die ich mich kümmern musste. Aber trotzdem hat mich dieses Gefühl die ganze Zeit begleitet.
Zurück in Berlin, fand ich einen Job und arbeitete mit jungen Migranten und Flüchtlingen. Nach 6 Monaten endete mein Vertrag und da das Projekt nicht weiter gefördert wurde, beschloss ich etwas anderes zu machen, dass länger als 6 Monate dauern würde. Ich machte mich auf eine intensive Reise durch das Internet und las Bücher, um mehr über Schokolade zu entdecken. Es ergab sich dann die Möglichkeit, einen Laden zu eröffnen, und es musste natürlich ein Schoko-Laden sein!

Einige Monate später habe ich es gemeinsam mit der unerschöpflichen Hilfe meiner lieben Familie geschafft, diesen Schoko-Laden zu eröffnen. ‘Bitter Süß’ befindet sich in der Crellestr. 2 in Berlin-Schöneberg – einer Nachbarschaft, in der ich vor vielen Jahren gelebt habe. Hier werde ich versuchen, einiges von dem Zauber, welchen ich in Peru gefühlt habe, zu kreieren. Hier möchte ich Leuten zeigen, wie ein Kakaobaum aussieht, wie sich Kakaobutter anfühlt, wie Kakao verarbeitet wird und wie er zum Beispiel beim Kochen benutzt werden kann und schließlich möchte ich hier selber entdecken, wie Schokolade Menschen berührt.

Saniye

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